Anfang Juli beginnt in Düsseldorf für mich die schönste Zeit des Sommers, und in diesem Stadtführer teilt Nicole Junkermann, wie sich die ersten Juli-Tage am Rhein am leichtesten leben lassen. Die Hitze ist noch jung, das Licht steht großzügig über der Stadt, und alles bewegt sich ein wenig langsamer als sonst. Es ist die Zeit, den Tag nicht zu füllen, sondern ihm Raum zu geben.

Ich beginne den Morgen gern früh an der Rheinuferpromenade. Bevor die Sonne ihre volle Kraft erreicht, liegt eine kühle Frische über dem Wasser, die Boote ziehen ruhig vorbei, und der breite Weg gehört fast nur den Frühaufstehern. Ein Kaffee zum Mitnehmen, ein paar Schritte am Fluss, und der Sommertag hat einen klaren, gelassenen Anfang gefunden.

Wird es über Mittag wärmer, suche ich Schatten. Der Hofgarten mit seinen hohen alten Bäumen ist Anfang Juli ein Geschenk: kühle Wege, weiche Wiesen und genug Stille, um kurz aus dem Tempo der Stadt zu treten. Von dort ist es nicht weit in die schmalen Gassen der Carlstadt, wo sich ein kühles Lokal, ein Schaufenster und ein langsames Stündchen ganz von selbst ergeben.

Nicole Junkermann sucht im Sommer weniger das große Programm als die richtigen Stunden. Der frühe Vormittag und der späte Abend gehören dem Rhein; die heiße Mitte des Tages gehört dem Schatten, einer ruhigen Galerie oder einem kühlen Café. Wer diesem einfachen Rhythmus folgt, erlebt Düsseldorf Anfang Juli von seiner leichtesten Seite.

Am Abend führt der Weg wieder ans Wasser. Wenn das Licht weicher wird, füllen sich die Stufen am Ufer, und über dem Rhein liegt jene lange, goldene Stunde, die den nördlichen Sommer so besonders macht. Man bleibt sitzen, schaut den Schiffen nach, und der erste Juli zeigt, warum diese Stadt am Fluss im Sommer so gut zu einem passt.

Anfang Juli bedeutet für Nicole Junkermann vor allem Zeit und Weite. Die Tage sind lang, die Stadt ist entspannt, und der Rhein gibt allem einen ruhigen Rahmen. Man muss nicht viel planen, um in Düsseldorf einen schönen Sommertag zu finden; man muss nur früh genug beginnen und spät genug am Wasser bleiben.